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Immer wieder berichten Ratsuchende, dass sie im Fall einer Erkrankung
eines demenzkranken Angehörigen ärztlicherseits mit der Frage konfrontiert wurden, ob in Anbetracht der Demenz eine medizinische Behandlung noch sinnvoll sei oder nicht. Auf der anderen Seite
gibt es auch Berichte über ärztlicherseits empfohlene Behandlungen, bei denen Angehörige sich fragen, ob diese wirklich noch der Lebensqualität des Patienten dienen oder ob hier ohne Ansehen
der individuellen Situation automatisch eine Hochleistungsmedizin in Gang gesetzt wird. Immer wieder bewegen sich Angehörige zwischen diesen beiden Positionen, wenn sie für ihren
Demenzkranken unter Berücksichtigung ihres oder seines Willens gemeinsam mit dem behandelnden Arzt eine diesbezügliche Entscheidung treffen müssen. Dabei zeigt sich, dass das gesamte Spektrum
der praktischen Fragestellungen von Vorsorgemaßnahmen über die Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen bis hin zu operativen Eingriffen reicht und fachärztliche Behandlung erfordert.
Tatsächlich findet jedoch in vielen Heimen, aber auch zu Hause, kaum eine fachärztliche Versorgung statt.
Das hat unterschiedliche Gründe:
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Fachärzte kommen nicht nach Hause.
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Hausärzte überweisen nicht zum Facharzt.
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Der Kranke will keinen Arzt aufsuchen, weil ihm die nötige Einsicht
fehlt.
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Der Kranke kann Schmerzen oder Unannehmlichkeiten nicht äußern.
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Die Pflegenden beziehen verändertes Verhalten ihres Kranken auf die
Demenz und sehen nicht die Notwendigkeit einer Behandlung.
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Autor: Friedhelm Sicking
Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft