14.03.2011 Auch in Deutschland hat sich eine Initiative gegründet, die sich mit der seltenen Form der familiär vererbten
Alzheimer Erkrankung beschäftigt.
Ein erstes Treffen dieser Initiativ wird am 22. März 2011 in Bonn stattfinden.
Mehr Information zu dieser Erkrankung finden Sie
unter www.dian-info.org.
Falls Sie selber eine betroffen Familie kennen und
Interesse an mehr Information haben, bitte wenden Sie sich direkt an Email: vgiesen@alzheimer-krefeld.de
Genetische Faktoren sind verantwortlich für gehäuftes Auftreten der Alzheimer-Krankheit in Familien. Deshalb finden sich bei ungefähr 30 Prozent der Alzheimer-Patienten weitere
Betroffene in der engeren Verwandschaft. Verwandte ersten Grades (Eltern, Geschwister, Kinder) haben im Durchschnitt ein vierfach erhöhtes Erkrankungsrisiko. Das entspricht einer
Wahrscheinlichkeit von fast 20 %, irgendwann im Leben die Krankheit zu bekommen.
Für Verwandte zweiten Grades (Großeltern, Onkel, Tanten, Neffen, Nichten etc.) ist diese Wahrscheinlichkeit mit 10 % gegenüber dem Bevölkerungsdurchschnitt verdoppelt. Diese
Werte beruhen auf einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 72 Jahren für Männer und von 78 Jahren für Frauen. Im höheren Lebensalter steigt die Gefahr an, bleibt jedoch deutlich unter 50 %.
Sind mehrere Personen in einer Familie erkrankt, erhöht sich das Wiederholungsrisiko für Verwandte weiter. Außerdem ist ein früher Krankheitsbeginn des Ausgangspatienten (vor dem 60. Lebensjahr)
mit einem höheren Wiederholungsrisiko für Verwandte verbunden als ein späterer.
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Autor: Friedhelm Sicking
zum Dokument (Quelle: Deutsche Alzheimer
Gesellschaft)